Bekir Alboga: Klartext nur auf Türkisch

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Die Nachricht des Kölner Stadt-Anzeigers am 4. Mai 2018 über die Bewerbung des DITIB-Funktionärs Bekir Albogas auf eine Kandidatur für die AKP bei den kommenden türkischen Parlamentswahlen sorgte für Aufsehen in Deutschland. DITIB erklärte sofort, dass es sich dabei um eine „persönliche Entscheidung“ Albogas handele, die keinen Bezug zum Verband habe. Auf Medienanfragen reagierte Alboga mit der Stellungnahme, dass er während seiner politischen Tätigkeit seine Ämter bei DITIB niederlege.

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Einen Nerv getroffen

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Mein Beitrag auf Deutschlandfunk Kultur „Ramadan – ein alter deutscher Brauch“ hat seit einer Woche Reaktionen hervorgerufen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Bundestagsabgeordnete der AfD, rechte Trollaccounts und Identitäre in Deutschland, Polen und den USA sind regelrecht in Rage geraten, dass ein deutscher Muslim sich die Frechheit erlaubt hat, etwas über Heimat und Brauchtum zu schreiben. Und das auch noch in einem Kontext zum Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan.

Die Reaktionen kann ich verstehen, denn diese Zeitgenossen haben Angst davor, nicht die Kontrolle darüber zu haben, was Deutschsein und Heimat bedeutet. Weiterlesen

Phantomdebatte oder reales Problem?

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Serap Güler, Staatssekretärin im Familien- und Integrationsministerium in NRW, hatte mit ihrer Aussage, einem jungen Mädchen das Kopftuch „überzustülpen“ sei „pure Perversion“ und sexualisiere das Kind, eine neue Diskussion über das Kopftuch ausgelöst. Kurze Zeit später äußerte sich auch der NRW-Integrationsminister Joachim Stamp dazu. Selbstverständlich solle jede Frau selbstbestimmt entscheiden, ob sie Kopftuch trägt oder nicht. Diese Selbstbestimmung sei bei Kindern noch nicht vorhanden. „Sie dürfen daher nicht dazu gedrängt werden. Daher sollten wir prüfen, das Tragen des Kopftuchs bis zur Religionsmündigkeit, also bis zum 14. Lebensjahr, zu untersagen“, so Stamp. Über diese Frage wolle er eine Debatte führen, heißt es auf der Facebookseite des Integrationsministeriums. Weiterlesen

Warum Afrin? Und warum jetzt?

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Um geopolitische Entscheidungen nachzuvollziehen, ist es nie hilfreich, wenn man sich mit einem groben Schwarz-Weiß-Denken an den Sachverhalt annähert. Das kann man sowohl auf Seiten der westlichen Medien aber auch auf türkischer Seite erkennen. Um den Sachverhalt zumindest im Ansatz nüchtern verstehen zu können, muss man die Bereitschaft zeigen, die Komplexität der Lage nachzuvollziehen. Erst im nächsten Schritt kann man den Sachverhalt auch einordnen.

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Beim Thema Antisemitismus überwiegen die Reflexe

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In Berlin versammelte sich nach der Entscheidung Trumps Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen ein antisemitischer Mob, skandierte judenfeindliche Parolen und verbrannte die israelische Fahne. Seitdem haben wir wieder eine Debatte über den Antisemitismus in unserer Gesellschaft. Das suggerieren uns die Wortmeldungen seitens der Politik und Vertreter der Zivilgesellschaft, die wir seit einigen Tagen den Medien entnehmen können.
Aber führen wir wirklich eine Debatte über den vorherrschenden Antisemitismus? Oder arbeiten sich verschiedene Akteure wegen den aktuellen Geschehnissen lediglich oberflächlich und demonstrativ an diesem Thema ab, ohne wirklich sich mit der Problematik zu beschäftigen?  Weiterlesen

Ein Autor auf Erbsen

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Für Feridun Zaimoglu ist Luther vor allem als Sprachschöpfer ein großer Deutscher

An Luther-Büchern mangelt es im Lutherjahr wahrlich nicht. Aber ausgerechnet Feridun Zaimoglu, der deutsch-türkische Autor muslimischen Glaubens, liefert mit seinem sprachgewaltigen historischen Roman ein literarisches Meisterstück, das auch auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis stand. Im Zentrum von Evangelio steht die komplexe Persönlichkeit Luthers. Dabei konzentriert er sich auf dessen Zeit auf der Wartburg. Nachdem Luther von Karl V. für vogelfrei erklärt wurde, weil er es ablehnte, seine Lehre der politischen Macht anzupassen, wurde er in Schutzhaft genommen und auf die Wartburg gebracht. Der Rebell soll gezüchtigt werden.  Weiterlesen

Deutscher Muslim – Eine Selbstbezeichnung, die provoziert

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Wer sich selbst als „deutscher Muslim“ bezeichnet wird von ganz unterschiedlichen Seiten angefeindet. Eren Güvercin über deutsch-identitäre Kreise, ultrakonservative Deutschtürken und muslimischen Widerstand

Als Muslim hat man in der öffentlichen Debatte keinen großen Einfluss darauf, mit welchem Label man versehen wird. Je nachdem, wie man sich zu einem Thema äußert, kann es ganz schnell passieren, dass man sich in einer Schublade wiederfindet, die einem nicht gerecht wird. Die Auswahl ist groß. Wir haben den „liberalen“, „humanistischen“ und „toleranten“ Muslim, oder den „konservativen“, „traditionellen“ oder „islamistischen“. Man ist schnell dabei, jemanden zu markieren. Nach Definitionen und Inhalten wird selten gefragt.

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